Ein Mitmachbuch ist kein Buch, das man von vorne bis hinten durchblättert und dann ins Regal stellt. Es ist eines, das erst durch dich vollständig wird. Bei uns ist jedes Mitmachbuch handgebunden, aus zum Teil handgeschöpftem Papier, und im Grunde wartet es nur darauf, dass du anfängst.
Wir werden oft gefragt, was den Unterschied zu einem ganz normalen Notizbuch ausmacht. Die ehrliche Antwort: Es ist die Idee dahinter. Ein Notizbuch ist leer und bleibt geordnet. Ein Mitmachbuch lädt ein, durcheinanderzubringen, wegzunehmen, neu zu legen – und genau das macht den Reiz.
Was ein Mitmachbuch von einem normalen Notizbuch unterscheidet
Der wichtigste Unterschied steckt in der Bindung. Unsere Bücher sind so gebunden, dass sich Seiten herausnehmen, ergänzen und neu sortieren lassen. Eine Reise verläuft selten chronologisch, ein Garten wächst nicht nach Plan, und Erinnerungen kommen, wann sie wollen. Ein Buch, das sich umräumen lässt, passt da einfach besser als eines, in dem alles für immer an seinem Platz steht.
Dazu kommt das Papier. Ein Teil der Bogen wird von Hand geschöpft – mit unregelmäßigem Rand und einer Oberfläche, die man fühlt, bevor man das erste Wort schreibt. Und die Illustrationen zeichnet Désirée von Hand. Kein Motiv gleicht dem anderen, kein Buch dem nächsten. Wo ein gedrucktes Notizbuch tausendfach gleich aus der Maschine kommt, ist hier jedes Exemplar ein Einzelstück.
Drei Wege, ein Mitmachbuch zu benutzen
Am besten versteht man die Idee an konkreten Beispielen. Auf Reisen wird das Buch zum Sammelort: ein Ticket eingeklebt, ein Satz im Zug notiert, später zu Hause neu sortiert, wie die Reise sich rückblickend anfühlt. Im Garten wird es zum Tagebuch: was wann gesät wurde, was gut funktioniert hat, ein Samentütchen zwischen den Seiten. Und in der Familie hält es das Wachsen fest – das erste Wort, das erste Lächeln, eine Locke, ein Foto.
Allen drei Wegen ist eines gemeinsam: Man muss nicht alles auf einmal fertig haben. Das Buch wächst mit, Seite für Seite, oft über Jahre.
Für wen ein Mitmachbuch gemacht ist
Kurz gesagt: für alle, die gerne selbst gestalten. Kinder kleben Fundstücke ein und malen über die Ränder. Erwachsene führen ein Reisetagebuch, ein Gartentagebuch oder halten besondere Momente fest. Manche verschenken es leer, als Einladung. Was sie alle gemeinsam haben: Sie wollen kein fertiges Produkt, sondern eines, das mit ihnen entsteht. Wer schon einmal ein selbst gestaltetes Buch in der Hand hatte, weiß, warum sich das anders anfühlt als ein gekauftes mit gedrucktem Inhalt.
Wie du am besten anfängst
Der häufigste Grund, warum solche Bücher leer bleiben, ist der Anspruch, alles perfekt machen zu müssen. Lass das los. Schreib den ersten Satz, klebe das erste Ding ein, und kümmere dich nicht um die Reihenfolge – die kannst du später ändern. Genau dafür sind die abnehmbaren Seiten da.
Warum wir das von Hand machen
Weil ein handgemachtes Buch etwas erlaubt, das ein Massenprodukt nicht kann: kleine Abweichungen. Ein Büttenrand hier, eine besondere Seite dort. Diese Unregelmäßigkeiten sind keine Fehler – sie sind der Grund, warum jedes Buch ein Unikat ist. Mehr darüber, wie wir arbeiten und wer hinter den Büchern steht, erzählen wir auf der Seite Das sind wir.
Wenn du wissen willst, wie sich so ein Buch anfühlt, schau dich einfach um. Vielleicht ist ja eines dabei, das auf dich gewartet hat.